MSD LogoÜber MSD


iManageMigraine

VIDEO
Eine Patientin berichtet über ihr Leben mit Migräne
Eine Patientin berichtet über ihr Leben mit Migräne

Hier geht´s zum Video
ANDERE SITES

Informationen der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) für Patienten und Ärzte.
DMKG Homepage

Phasen der Migräneattacke

Eine Migräneattacke verläuft meist in vier Phasen, die durch bestimmte Begleiterscheinungen gekennzeichnet sind: Stimmungsschwankungen, visuelle Ausfallerscheinungen, Übelkeit und Erbrechen gehören neben dem Schmerz zu den typischen Symptomen.

Eine typische Migräne verläuft in den folgenden Phasen:

Vorläuferphase

Häufig beginnt eine Migräneattacke mit einer Vorphase, in der noch keine Schmerzen bestehen. Zu den psychischen Vorzeichen gehören depressive Verstimmung, Überaktivität, Euphorie, Reizbarkeit, Unruhe oder ein Gefühl der Benommenheit. Neurologische Anzeichen sind Lichtempfindlichkeit, Konzentrationsstörungen, Sprachstörungen, Müdigkeit und Gähnen. Darüber hinaus kann es zu Verstopfung und Ödemen (Wasseransammlung) kommen. Viele Patienten, besonders Frauen, haben einen Heißhunger auf Süßes oder fette Nahrungsmittel. Auch starker Durst kann ein Vorsymptom sein. Die meisten Migränekranken lernen rasch, „ihre“ Vorzeichen zu erkennen, und haben dann die Chance, früh auf die beginnende Attacke zu reagieren.

Auraphase

Bei manchen Patienten geht der eigentlichen Kopfschmerzattacke eine Aura voraus. Fast immer treten dabei visuelle Symptome auf, etwa ein Ausfall des Gesichtsfeldes, Flimmern oder Blitze vor den Augen oder das Sehen von Doppelbildern. Auch komplexe visuelle Wahrnehmungsstörungen wie eine Vergrößerung oder Verkleinerung wahrgenommener Gegenstände und Störungen des Farbsinns können auftreten. Darüber hinaus kommt es häufig zu Sensibilitätsstörungen und Missempfindungen, seltener sind Sprach- oder Bewegungsstörungen.

Kopfschmerzphase

Häufigste Schmerzlokalisation bei Migräne
Häufigste Schmerzlokalisation bei Migräne
Die Kopfschmerzattacke besteht in der Regel aus mittelschweren bis schweren, pulsierenden oder pochenden Kopfschmerzen. Sie sind meistens einseitig, wobei die Seite innerhalb eines Migräneanfalls oder von Attacke zu Attacke wechseln kann. In etwa einem Drittel der Fälle sind die Schmerzen jedoch beidseitig. Zu Beginn sind sie häufig im Nackenbereich lokalisiert, später sind die Schmerzen häufig im Bereich der Schläfe, der Stirn oder der Augenregion am intensivsten.
Begleitet werden die Schmerzen fast immer von vegetativen Begleitsymptomen. Dazu gehören vor allem Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen, ebenfalls häufig kommt es zu Licht- und Lärmempfindlichkeit. Weitere Begleiterscheinungen sind Magen- und Bauchschmerzen, Durchfall, erhöhtes Harnvolumen, Schweißausbrüche, Herzrhythmusstörungen, kalte Extremitäten und Zittern.

Schlafphase/Rückbildungsphase

Manche Patienten schlafen am Ende einer Migräneattacke, danach sind die Kopfschmerzen oft abgeklungen. In der darauf folgenden Rückbildungsphase können Symptome wie in der Vorphase auftreten, dazu gehören erhöhtes Harnvolumen und Stimmungsschwankungen.
Literatur:
Diener HC. Migräne. Thieme Verlag 1999
Drucken Weiterleiten top